Das Gut Rudden erscheint erstmals 1492 in den Archiven der kurländischen Ritterschaft, als der Bischof von Pilten die Familie von Amboten damit belehnte. Nach mehrfachem Besitzwechsel gelangte es 1819 durch die Heirat des Leutnants Karl von Fircks mit der damaligen Eigentümerin Agnes von Sacken in den Besitz der Barone von Fircks, unter denen die Anlage ihre bedeutendste Bauphase erlebte. Von 1882 bis zur Verstaatlichung 1921 gehörte das Gut Baron Paul von Manteuffel aus dem nahe gelegenen Katzdangen.
Das Herrenhaus steht leicht erhöht in einer hügeligen Endmoränenlandschaft und bietet nach Osten wie nach Westen weite Ausblicke. Der Park weist einen reichen Bestand an Eichen, Linden, Ulmen und Buchen auf; mehrere Teiche gliedern das weitläufige Grundstück.
Das schlichte klassizistische Herrenhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert hat seinen ursprünglichen Grundriss und die Fassadengliederung bewahrt. Das Gebäude ist siebenachsig, zweigeschossig und mit einem hohen Walmdach gedeckt. Das Erdgeschoss war – zeittypisch – dem Wirtschaftsbereich vorbehalten und niedrig gehalten; die Belle Étage ist großzügig bemessen und von einer Enfilade der gesamten Länge nach durchzogen. Massive Holzbalkendecken, die meisten Originaltüren und -böden sowie die bauzeitliche Haupttreppe sind erhalten.
Das Gebäude ist in baulich relativem gutem Zustand; Dach und Tragwerk sind intakt. Sämtliche Installationen müssen erneuert werden. Strom und Nutzwasser sind vorhanden; Abwasser wird über eine Klärgrube entsorgt.
Zum Angebot gehören ferner ein um 1920 errichtetes, in jüngerer Zeit saniertes Wohnhaus von ca. 150 m² sowie zwei weitere ältere Gebäude.