Das Anwesen ist ein geschütztes Baudenkmal sowie Bodendenkmal und bietet besondere Vorteile für Denkmalpflege und Förderung. Es besteht die Möglichkeit erhöhter steuerlicher Abschreibungen (Denkmal-AfA) sowie Zuschüsse und Förderungen, die in Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) beantragt werden können. Ebenso können KfW-Förderprogramme für den Denkmalschutz in Anspruch genommen werden, hier ist ebenfalls eine Abstimmung erforderlich.
Der ehemalige Wasserschloss-Graben ist seit rund 30 Jahren nahezu wasserfrei. Im Erdgeschoss sind noch teilweise Böden aus dem Mittelalter erhalten, darunter ein Raum mit historischem Ziegelboden. Der gesamte Türbestand ist original erhalten, viele Fensterscheiben wurden noch handgefertigt. Die unbehauene Holztreppe befindet sich im Originalzustand. Technisch ist die Immobilie modern ausgestattet mit Glasfaseranschluss und Starkstrom (32 Ampere). Der parkähnliche Garten beherbergt zahlreiche alte Bäume, vor allem Eichen. Das Dach wurde Ende der 1980er Jahre neu eingedeckt, insgesamt präsentiert sich das Anwesen in einem sehr gepflegten Zustand.
Historisch lässt sich der Ort Hain erstmals im Jahr 1330 urkundlich nachweisen, mit der Erwähnung des Ansitzes von Jakob von Redwitz. Im Jahr 1395 erwarb Ulrich I. von Künsberg-Wernstein das Rittergut. 1668 wurde auf Initiative von Adolph August von Künsberg die Schlosskapelle errichtet, die später mit Pfarrrechten ausgestattet wurde. Das erste Schloss entstand 1711, der heutige barocke Palast wurde 1774 erbaut.
Ende des 18. Jahrhunderts umfasste Hain 19 Anwesen. Die lokale Gerichtsbarkeit wurde von den Rittergütern Hain, Küps und Unterlangenstadt-Burkersdorf ausgeübt, wobei teilweise Abgaben an das bambergische Centamt Weismain zu leisten waren. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft lag beim Rittergut Hain. Zu den Grundherren gehörten das Rittergut Hain mit 15 Anwesen, darunter verschiedene Güter und Häuser, sowie das Rittergut Küps und das Rittergut Unterlangenstadt-Burkersdorf. Zum herrschaftlichen Besitz zählten zudem Schloss, Amtshaus, Pächterhaus, Bräuhaus, Kirche und Schulhaus.
Hain ist heute ein Gemeindeteil der Marktgemeinde Küps im oberfränkischen Landkreis Kronach. Alle wichtigen Einrichtungen für den täglichen Bedarf wie Kindergärten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sind im etwa 5 Kilometer entfernten Küps vorhanden. Die nächstgrösseren Städte sind Burgkunstadt (ca. 7 km, 10 Minuten Fahrzeit), Kronach (ca. 12 km, 15 Minuten) und Kulmbach (ca. 19 km, 21 Minuten).
Weitere Informationen finden Sie unter www.kueps.de.