Herrenhaus in Goscieszyn (Pałac w Gościeszynie)
, Gościeszyn
Herrenhaus südwestlich von Posen, entstanden durch den Umbau eines älteren Gutshauses zwischen 1904 und 1911. Das heutige Erscheinungsbild ist ein Beispiel des späten Historismus, wie er bei preußischen Herrenhäusern in den ehemals ostdeutschen Gebieten zwischen Pommern, Posen und Schlesien um die Jahrhundertwende verbreitet war. Die Kombination verschiedener historisierender Stile aus Neogotik, Neorenaissance und romanisierenden Formen verleiht dem Bau seinen eklektizistischen Charakter.
Die Fassade ist durchgehend mit hellem Sandstein und Bossenwerk ausgeführt, einer Rustizierung, die dem Baukörper eine klassische Schwere verleiht. Der umlaufende Zinnenkranz und der integrierte Glockenturm erzeugen eine festungsartige Wirkung mit rein repräsentativer Funktion. Der Mittelrisalit wird durch eine Loggia mit Kolonnaden, Balustrade und Rundbogenarkaden akzentuiert und zeigt Motive der Neorenaissance mit florentinischem Einfluss.
Im Inneren sind bauzeitliche Elemente erhalten: die Eingangshalle mit geschwungener Holztreppe, eine Bibliothek mit originalen Einbauten sowie ein östlich angebauter, zweigeschossiger Ballsaal mit Balkon.
Das Herrenhaus diente bis in die 1990er Jahre als Kinderheim und wird nun im Jahr 2026 erstmals seit der Privatisierung als Kaufangebot präsentiert.









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