Schloss in Leźno (Rittergut Leesen) bei Danzig zu verpachten

Die Universität Danzig als Eigentümer bietet die Schloss- und Parkanlage in Leźno (historischer Name: Rittergut Leesen) mit Herrenhaus, Park und Nebengebäuden in der Gemeinde Żukowo, Woiwodschaft Pommern zur Pacht an. Interessenten sind zur Abgabe von schriftlichen Angeboten eingeladen.

Modalitäten zur Angebotsabgabe
  • Frist: 30. Oktober 2025, 10:00 Uhr
  • Ort der Abgabe: Universität Danzig, ul. Bażyńskiego 1a, Raum 303, 3. Stock, 80-309 Gdańsk
  • Postadresse für Einschreiben:
    Uniwersytet Gdański
    Dział Zarządzania Nieruchomościami i Logistyki
    ul. Bażyńskiego 8
    80-309 Gdańsk
  • Ergänzende Unterlagen sowie Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Webseite der Universität
  • Telefonkontakt: werktags von 10:00 bis 14:00 Uhr unter +48 58 523 24 94, Durchwahl 64 (englische und polnische Sprache)

Lage "Pałac w Leźnie"

Das ehemalige Rittergut Leesen in Leźno liegt in der Gemeinde Żukowo im powiat Kartuzy, Woiwodschaft Pommern, etwa 10 km vom Flughafen Gdańsk Lech Wałęsa, 6 km von der Umgehungsstraße der Trójmiasto-Region und 15 km vom Stadtzentrum Danzigs entfernt. Eine tägliche Buslinie verbindet den Ort mit dem Hauptbahnhof in Danzig (Gdańsk Główny), die Haltestelle liegt 200 Meter vom Schloss entfernt.

Kaschubien ist eine traditionsreiche Landschaft im Norden Polens mit eigener Kultur und Sprache, die durch Günter Grass’ Roman Die Blechtrommel einem größeren Publikum bekannt wurde. Das Schloss liegt etwa 15 Kilometer von Danzig entfernt.

Beschreibung des Grundstücks

Die Anlage weist einen rechteckigen Grundriss auf und hat ihr historisches Erscheinungsbild weitgehend erhalten. Es besteht eine teilweise Einfriedung. Der östliche Teil liegt auf einer bewaldeten Anhöhe mit gepflegten Grünflächen. Die Parkanlage umfasst befestigte Wege, eine Lindenallee, Stellplätze und interne Verkehrswege. Unter dem historischen Baumbestand befinden sich auch einige Naturdenkmäler in gutem bis mittlerem Erhaltungszustand. Östlich des Hauptgebäudes schließt sich ein Nebengebäude an, daneben zwei Gartenlauben mit 45 und 90 m² Fläche.

Schloss und Nebengebäude

Herrenhaus

Das vollständig unterkellerte Herrenhaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines älteren Vorgängerbaus errichtet. Es umfasst 2,5 Stockwerke und hat eine Fläche von 1.309 m². Im Gebäude befinden sich 24 Zimmer, darunter acht Apartments, fünf Schulungs- und Konferenzräume, ein Restaurant, ein Cafébereich, ein Weinkeller sowie Sport- und Freizeiträume.

Das Gebäude steht auf verstärkten Steinfundamenten, die Außenwände bestehen aus Ziegelmauerwerk. Die Decken aus Beton- und Holzbalken sind teilweise schall- und wärmegedämmt.

Fenster und Türen wurden modernisiert, die Böden mit Terrazzo, Parkett und Stein ausgelegt. Die Immobilie ist vollständig erschlossen und verfügt über Wasser- und Abwasserinstallationen, Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Klimaanlage, Brandmeldeanlage, Stromversorgung 230/380 V, Monitoring, Internetanschluss und Blitzschutz.

Das Haus ist vom Keller bis zum Dach vollständig ausgebaut und nutzbar. Im Keller befinden sich ein großer Veranstaltungsraum, ein Kaminzimmer, ein Café, die Küche, Lagerräume sowie Technik- und Weinkeller. Das Erdgeschoss beherbergt repräsentative Räume, darunter den Festsaal, das Restaurant, Club- und Verwaltungsräume, Empfang, Garderobe und Sanitärbereiche. Das erste Obergeschoss diente bisher der Durchführung von Seminaren und Tagungen. Im ausgebauten Dachgeschoss befinden sich Apartments mit eigenen Badezimmern.

Nebengebäude

Das frühere Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert mit teilweise Fachwerk umfasst eine Etage mit ausgebautem Dachgeschoss und ist barrierefrei zugänglich. 2004 wurde es saniert. Heute wird es vollständig für Hotelzwecke genutzt und bietet Zweibettzimmer mit Bad, Lagerräume, Sozial- und Technikräume sowie Sport- und Freizeiträume inklusive einer finnischen Sauna. Ein kleiner Personenaufzug für sechs Personen ist vorhanden.

Ergänzende Hinweise

Das gesamte Ensemble steht unter Denkmalschutz und wird unter der Nummer A-1137 im Landesregister der Woiwodschaft Pommern geführt. Bauliche Veränderungen, Renovierungen oder Nutzungsänderungen durch den Pächter müssen mit der Universität und der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.

Es sind keine bekannten archäologischen Fundstellen auf dem Grundstück, das Areal liegt außerhalb der vom Landesdenkmalregister als archäologisch relevant ausgewiesenen Flächen. Damit sind zusätzliche Einschränkungen durch archäologische Auflagen aktuell nicht relevant.

Ein gültiger Bebauungsplan liegt nicht vor, im kommunalen Flächennutzungsplan ist das Areal als Schlosspark mit Denkmalschutz ausgewiesen.

Kurze Historie zum Herrenhaus Leźno - Rittergut Klein Leesen

Im 14. Jahrhundert gehörte das Gebiet dem Deutschen Orden. Nach dessen Niedergang fiel das Vermögen an den polnischen König und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer, darunter polnische und deutsche Adelsfamilien. Zwischen 1720 und 1722 ließ der Magnat Jan Jerzy Przebendowski, Mitglied des pommerellischen Adelsgeschlechts Przebendowski, an dieser Stelle ein Schloss mit einem kleinen Landschaftspark errichten.

Später gelangte das Gut in den Besitz der Danziger Familie Hoene. Unter Gutsbesitzer Georg Hoene entstand 1884 ein Neorenaissance-Herrenhaus, das seine ursprüngliche Form bis heute erhalten hat.

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