Historische Liegenschaft im südfranzösischen Département Hérault mit über ein 41 Hektar Gärten, Wäldern und Weinbauflächen. Herzstück des Ensembles sind zwei architektonisch prägende Epochen: eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert und ein repräsentatives Hauptgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen bieten die Bauten rund 6'000 m² Nutzfläche.
Das Hauptgebäude gliedert sich dreigeschossig um einen zentralen Ehrenhof mit oktogonalem Brunnenbecken, flankiert von zwei rechtwinkligen Seitenflügeln und der romanischen Kirche. Zum Anwesen gehören verschiedene Nebengebäude, frühere Wirtschaftsflächen, ein Werkhof sowie kleinere Freizeitbauten. Vor dem Haupttrakt erstrecken sich mehrstufige Steinterrassen mit geschmiedeten Geländern, die in Park- und Gartenanlagen mit Wiesen, Zypressen und Obstbeständen übergehen.
Ursprünglich im 11. Jahrhundert von Chorherren gegründet, entstand zu Beginn des 12. Jahrhunderts die einschiffige Kirche mit Tonnengewölbe und gut erhaltenen, geschnitzten Kapitellen. Während der Sakralbau im Kern mittelalterlich blieb, veranlasste Ludwig XV. ab 1755 einen fast dreissigjährigen Umbau. Der alte Kreuzgang wich einer symmetrischen, klassizistischen Anlage mit klaren Fassaden, gewölbten Galerien und einer monumentalen Treppe. Im Obergeschoss reihen sich Empfangsräume, Salons sowie Sommer- und Winterspeisesäle aneinander.
Nach der Enteignung während der Französischen Revolution wurde die Anlage im 20. Jahrhundert zeitweise als Schule und Schulungszentrum genutzt. Später sicherten private Eigentümer die Substanz durch Sanierungen an Dächern, Galerien und mehreren Wohnräumen.
Heute besteht der Komplex aus restaurierten Bereichen, private Wohnräumen und Ausbaureserven. Die Obergeschosse des Hauptgebäudes sowie Teile der Nebengebäude verlangen nach weiteren Investitionen und laufender Pflege.
Der TGV-Bahnhof Béziers ist in 30 Minuten erreichbar, der Flughafen Montpellier in 45 Minuten, und auch die Mittelmeerküste liegt unter einer Dreiviertelstunde entfernt.
Die gesamte Anlage steht als Monument historique unter Denkmalschutz. Umwelt- und Naturgefahren sind über www.georisques.gouv.fr einsehbar.