Die Liegenschaft wurde 1869–1871 als Sitz der Freimaurerloge „St. Martin zu den drei goldenen Ähren in Jauer“ errichtet. 1898 erfolgte an der Westseite der Anbau eines Flügels. Das Palais sowie die gesamte Gartenanlage stehen – mit Ausnahme eines neueren Anbaus an der Ostfassade – unter Denkmalschutz.
Der Baukörper besticht durch einen asymmetrischen, unregelmässigen Grundriss mit dreitraktigem Hauptgebäude. An der Nordseite schliesst ein quadratischer Turm mit Belvedere und Panoramablick über die Stadt an. Südwestlich wurde dem Hauptkörper ein rechteckiger Versammlungssaal mit zwei fünfeckigen Risaliten an den Giebelseiten quer vorangestellt. Die Architektur der Liegenschaft ist im repräsentativen Stil einer Neorenaissance-Villa ausgeführt.
Die Eckdaten zur Fläche: Die Nutzfläche beträgt 644 m², die Gesamtfläche 1'064 m² und die Kubatur umfasst 5'627 m³. Das Gebäude erstreckt sich über zwei bis drei Obergeschosse und ist zu etwa 75 % unterkellert. Auf dem 4'594 m² grossen Grundstück (Umschwung) befinden sich zudem zwei Nebengebäude mit 60 m² und 40 m² Fläche. Der Garten ist mit wertvollem altem Baumbestand (Ahorne, Spitzahorne, Eichen, Linden und Kastanien) bewachsen. Die Zufahrt erfolgt von Norden her über eine repräsentative Allee.
Das Grundstück ist voll erschlossen (Strom, Stadtwasser, Gas, Telefon, Kanalisation). Die Bedachung besteht aus Braas-Dachziegeln. Gemäss Zonenplan ist eine gemischte Wohn- und Gewerbenutzung (M/U.13) zulässig.
Besonders hervorzuheben ist, dass der historische Grundriss mit dem zentralen Versammlungssaal, die markante äussere Gestalt sowie Teile der ursprünglichen Fenster- und Türrahmen weitgehend im Originalzustand erhalten sind.