Ein kleiner Renaissance-Schlossbau in Südböhmen, unweit von České Budějovice, wurde mit grosser Sorgfalt restauriert und in eine repräsentative Familienresidenz verwandelt. Das historische Ambiente verbindet sich hier mit moderner Energieeffizienz: Geothermische Wärmepumpen, Fussbodenheizungen und zeitgemässe Haustechnik sorgen dafür, dass die Betriebskosten trotz einer Nutzfläche von über 1.000 m² auf dem Niveau eines Einfamilienhauses in Prag bleiben. Für den tschechischen Immobilienmarkt ist dies in dieser Grössenordnung aussergewöhnlich.
Zwischen 2016 und 2023 wurde das Anwesen umfassend erneuert. Dabei standen sowohl der Erhalt des ursprünglichen Renaissancecharakters als auch heutiger Wohnkomfort im Vordergrund. Obwohl das Schloss nicht denkmalgeschützt ist, wurde auf historische Details wie Gewölbe, Treppen, Türen und Bodenbeläge besondere Rücksicht genommen.
Das Grundstück ist von einer massiven Natursteinmauer eingefasst. Eine hohe Toranlage öffnet sich zu einem architektonisch gestalteten Schlosshof mit formalen Gartenanlagen, Wasserbecken und historischen italienischen Gartenmöbeln. Am ehemaligen Wirtschaftstrakt entstand ein Schwimmbecken, der Park mit altem Teich und Grillplatz bildet den landschaftlichen Abschluss.
Der Hauptbau empfängt mit einem verglasten Vestibül und führt weiter in einen gotischen Salon mit Kamin, eine grosszügige Schlossküche mit Granitinsel, eine Bibliothek und eine separate Waschküche. Die Obergeschosse bieten grosszügige Schlafzimmer mit En-suite-Bädern von Villeroy & Boch, zwei Ankleideräume sowie originale Dielenböden. Das ausgebaute Dachgeschoss unter barocker Dachkonstruktion dient als Atelier, Arbeits- oder Freizeitraum.
Zum Ensemble gehören eine umgebaute Remise mit Garage für vier Fahrzeuge und ein Nebengebäude mit zwei komfortablen Gästeapartments. Ein weitläufiger Saal im ehemaligen Wirtschaftstrakt ist mit Bar, Pizzaofen, Bühne und Veranstaltungstechnik ausgestattet – ein Ort für Konzerte, Feste oder private Präsentationen.
Die Ursprünge des Schlosses reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Errichtet als Sitz des niederen Adels, wurde es im 16. Jahrhundert zur Renaissanceanlage umgebaut und später barock überformt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfiel die Anlage unter staatlicher Nutzung. Heute präsentiert sie sich dank der jetzigen Eigentümer als lebendiges Beispiel für die Verbindung von Geschichte und zeitgemässem Wohnen.