Schloss Neuenhagen wurde 1560 von Francesco Chiaramella de Gandino errichtet, einem Baumeister italienischer Herkunft, der auch in Berlin tätig war. Es gilt als eines der ältesten erhaltenen profanen Bauwerke Ostbrandenburgs und steht in der Tradition der mitteldeutschen Renaissancearchitektur. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück; historisch eng verbunden ist das Schloss mit der Adelsfamilie von Uchtenhagen, die die Region über Jahrhunderte prägte und deren Linie 1618 erlosch.
Liegenschaft im Überblick
- Baujahr: 1560 (Renaissance)
- Nutzfläche: ca. 1'120 m²
- Ausbaureserve: ca. 340 m² im Dachgeschoss
- Besonderheiten: Eigene Schlosskapelle, Denkmalschutz, historische Gewölbe
- Lage: Bad Freienwalde (Oderbruch), Deutschland
Gebäude
Die grosszügige Nutzfläche von rund 1'120 m² verteilt sich auf repräsentative Räumlichkeiten, die durch Tonnen- und Kreuzgratgewölbe sowie historische Stein- und Holzböden bestechen. Die massive Bauweise mit Wandstärken von bis zu 1,85 Metern unterstreicht den herrschaftlichen Charakter.
Raumprogramm: Mehrere Säle, sechs Badezimmer und ein beeindruckender historischer Gewölbekeller.
Zustand: Die Sanierung erfolgte unter strengen denkmalpflegerischen Gesichtspunkten durch regionale Handwerksmeister. Dach, Fassade und die gesamte Gebäudestruktur wurden umfassend erneuert.
Schlosskapelle: Ein Highlight sind die Stuckapplikationen der Spätrenaissance. Die Kapelle wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Raue restauriert und ist für offizielle Trauungen (Zivilstandesamt) zertifiziert.
Aussenanlagen
Die weitläufige Parkanlage mit historischem Baumbestand lädt zum Verweilen ein. Die Gestaltung erfolgte unter Berücksichtigung historischer Sichtachsen, was dem Anwesen eine besondere Weite und Ruhe verleiht.
Lage
Bad Freienwalde liegt im Landkreis Märkisch-Oderland, nordöstlich der deutschen Hauptstadt.
- Berlin: Über die B158 oder per Bahn in rund 60 Minuten erreichbar.
- Flughafen (BER): Die Fahrzeit beträgt etwa 90 Minuten.
- Umgebung: Das Objekt liegt eingebettet in die historische Landschaft des Oderbruchs, unweit der polnischen Grenze.