Ein historisches Ensemble in Kostrzyna, gelegen in der polnischen Oberlausitz nahe der deutschen Grenze. Das ehemalige Rittergut vereint ein spätbarockes Herrenhaus mit großflächigen Wirtschaftsgebäuden und einer Parkanlage von 4,6 Hektar. Eine rund 150 Jahre alte Lindenallee führt zum angrenzenden Wald; stattliche Trauerbuchen und eine markante Roteiche prägen den Baumbestand der Anlage.
Das Herrenhaus
Der Bau aus dem Jahr 1757 präsentiert sich als zweigeschossiges, unterkellertes Gebäude unter einem hohen Walmdach mit Gauben. Die Jahreszahl über dem Portal markiert den Ursprung der Anlage. Architektonisch prägend ist der ostseitige Arkadenvorbau, dessen drei Bögen auf Pfeilern eine Loggia tragen. Im Inneren erschliesst eine grosszügige Eingangshalle mit historischer Treppenanlage die Räumlichkeiten. Die Hauptfassade ist nach Norden auf den rechteckigen Wirtschaftshof ausgerichtet.
Gebäudebestand
Die Liegenschaft bietet ein ausserordentliches Raumangebot mit einer Gesamtnutzfläche der Nebengebäude von rund 4'300 m²:
- Herrenhaus: ca. 1'000 m² Wohn- und Nutzfläche.
- Historische Bausubstanz: Ein Gesindehaus aus dem 18. Jahrhundert (ca. 500 m²), Stallungen (ca. 400 m²), ein Gärtnerhaus (ca. 120 m²) sowie eine Scheune (ca. 450 m²).
- Weitere Bauten: Wohn- und Wirtschaftsgebäude (ca. 1'400 m² und 200 m²), eine Werkstatt (ca. 300 m²), eine Stahl-Lagerhalle (ca. 1'300 m²) sowie zwei Garagen (ca. 60 m²).
Der Standort
Kostrzyna liegt südlich von Görlitz. In sechs Kilometern Entfernung befindet sich der Berzdorfer See, ein 960 Hektar grosses Naherholungsgebiet mit Yachthafen, 18-Loch-Golfplatz und Reitwegenetz. Die zentrale Lage ermöglicht eine effiziente Erreichbarkeit der umliegenden Städte: Prag liegt 157 km entfernt, Breslau (Wrocław) 175 km und Berlin 284 km.
Zustand und Nutzungsperspektiven
Für die besteht Schutzstatus, alle Gebäude sind aktuell ungenutzt und weisen einen umfassenden Sanierungsbedarf auf. Das Areal und die Vielfalt der Gebäude bieten Raum für unterschiedliche Vorhaben.
Infrage kommen gemeinschaftliche Wohnprojekte, landwirtschaftliche Betriebe, therapeutische Einrichtungen oder touristische Nutzungen. Auch Konzepte, die auf Autarkie zielen, finden hier die notwendige infrastrukturelle Basis. Für die Restaurierung des Herrenhauses können EU-Fördermittel beantragt werden. Privatpersonen und Unternehmen, die in Polen steuerpflichtig sind, können zusätzlich von umfangreichen Abschreibungsmöglichkeiten auf sämtliche Investitionskosten profitieren.