Im Zentrum eines historischen Dorfes in Okzitanien liegt dieses Schloss aus dem 14. Jahrhundert. Die als Monument Historique geschützte Anlage besteht aus dem Schloss, dem ehemaligen Wirtschaftshof und einer Orangerie mit Magnanerie auf 7 Hektaren Land. Das Schloss blieb während fast sieben Jahrhunderten im Besitz derselben Familie.
Die Bausubstanz reicht vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Erhalten sind mittelalterliche Rundtürme, Kreuzrippengewölbe, ein Keller aus dem 15. Jahrhundert und eine Feuerstelle aus dem 14. Jahrhundert. Die Umgestaltung im 17. und frühen 18. Jahrhundert prägte das heutige Erscheinungsbild mit hufeisenförmiger Zufahrt, gepflastertem Ehrenhof und italienischem Treppenhaus über drei Geschosse. Zur Ausstattung gehören Stuckreliefs mit Darstellungen von Ganymed und Zeus, Wandmalereien im Speisesaal sowie eine Panoramatapete der Manufaktur Réveillon aus der Zeit um 1780.
Das Schloss bietet 1.100 m² auf vier Ebenen. Historische Küchen, eine Waschküche aus dem 16. Jahrhundert und ein Weinkeller liegen im Untergeschoss. Das Hauptgeschoss mit den Empfangsräumen ist um das italienische Treppenhaus angeordnet. Zur Raumstruktur gehören eine Bischofssuite, sieben weitere Suiten, Gästewohnungen und ein separates Verwalterhaus. Unter dem Dach blieb das Atelier eines Malers aus dem 19. Jahrhundert erhalten.
Der ehemalige Wirtschaftshof umfasst 1.850 m². Dazu gehören eine ehemalige Seidenspinnerei, heute als Empfangsraum genutzt, die Orangerie mit Magnanerie, zwei Wohnungen, ein Bibliotheksturm, Stallungen und ein historischer Taubenturm. Die Hauptgebäude verfügen über eine Zentralheizung, die Nebengebäude über Klimaanlagen.
Die Parkanlage mit altem Baumbestand umfasst Libanonzedern, Ginkgos und Bambushaine. Zum Gelände gehören ausserdem ein Nutzgarten, eine historische Noria, ein hydraulisches Nymphäum aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie ein Pool im palladianischen Stil.
30 Minuten nach Nîmes mit TGV-Anschluss, 45 Minuten zum Pont du Gard, eine Stunde nach Montpellier, Arles und Avignon. Flugplatz Alès-Deaux in 15 Minuten.
Die Restaurierung erfolgte unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten durch zertifizierte Fachfirmen. Historische Materialien und Ausstattungsdetails blieben erhalten, die technische Infrastruktur wurde an heutige Anforderungen angepasst.