Kontakt Teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Newsletter

Stiftung soll Schloss Friedrichswerth übernehmen

Steffen Seibel
  • Ansichten: 1'095
  • Kommentare: -

Im Vergleich zu manch anderen Thüringer Schlössern, Rittergütern und Herrenhäusern in den neuen Bundesländern hat das Schloss in Friedrichswerth nach dem Auszug des Jugendwerkhofes Mitte der 1990er Jahre relativ unversehrt überdauert. Zwar hatten falsche Wandfarben, geschmacklose Türen, unpassende Tapeten, verkleinerte Räume und abgehängte Decken das barocke Bauwerk in der DDR-Zeit beeinträchtigt, doch hinter der Fassade verborgen wartet üppiger Stuck aus der Entstehungszeit – nahezu vollständig erhalten. Heute ist das Schloss nur gelegentlich für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa am Tag des offenen Denkmals, der regelmäßig zahlreiche Besucher in die ansonsten über die Landesgrenzen hinaus kaum bekannte Gemeinde Friedrichswerth lockt.

Doch selbst die öffentliche Präsenz und das große Interesse am Schloss haben bislang keinen passenden Käufer hervorgebracht. An Kandidaten mit guten Absichten mangelte es dabei nicht: Mehrfach hat das Land Pläne potenzieller Investoren abgelehnt – zu vage, zu riskant, nicht zukunftsfähig.

Für viele Problemimmobilien findet sich irgendwann der richtige Käufer oder Investor. Nach einer gewissen Zeit sollte jedoch geprüft werden, ob bei der Vermarktung wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Die Eigentümersituation großer historischer Immobilien in Deutschland und bisherige Erfahrungen zeigen, dass die meisten Interessenten für solche Liegenschaften selten "vor der Haustür" zu finden sind. Zugleich verdeutlichen weitere Problemimmobilien im Freistaat Thüringen, dass gerade ausländische Investoren besonders sorgfältig geprüft werden sollten: Mit Spekulanten aus Fernost ist dem kulturellen Erbe nicht geholfen.

Nun mehr als 30 Schlösser in Thüringischer Stiftung

Mit der Überführung des Schlosses in die Stiftung Schlösser und Gärten Thüringen wurde ein wichtiger Grundstein für die denkmalpflegerische Erhaltung gelegt. Dadurch stehen auch weitere Fördermöglichkeiten des Bundes in Aussicht. Ein langfristiges Nutzungskonzept für die fürstliche Residenz liegt jedoch weiterhin nicht vor. Ganz ohne private Investoren wird es am Ende nicht gehen.

Ähnliche Beiträge

Förderung ermöglicht die Sanierung ikonischer Teile von Haus Schminke
Das Haus Schminke in Löbau (Oberlausitz) ist ein architektonisches Juwel der Zwischenkriegszeit. Mit einer Fördersumme von 50.000 EUR soll die Sanierung ikonischer Teile dieses Baudenkmals unterstützt werden.
Die richtige Fensterwahl für historische Immobilien
Die Wahl der richtigen Fenster ist entscheidend für das Erscheinungsbild historischer Immobilien. Erfahren Sie, welche Fensterarten am besten zu denkmalgeschützten Gebäuden passen.
Bautrockner in historischen Gebäuden: Effizient und schonend
Historische Gebäude sind besonders anfällig für Feuchtigkeit. Erfahren Sie, wie Bautrockner gezielt eingesetzt werden, welche Probleme sie lösen und wann ergänzende Maßnahmen notwendig sind.

Historische Liegenschaften Deutschland

Saniertes kleines Schloss im Süden Bayerns
Schloss DE  84375 Kirchdorf am Inn, Bayern
Baudenkmal in Reichenbach/Vogtland: Ehemaliges Hotel Wettiner Hof
Historische Liegenschaft DE  08468 Reichenbach im Vogtland, Sachsen
Ein Rückzugsort im barocken Mainz
Stadtpalais DE  Mainz, Rheinland-Pfalz
Repräsentative denkmalgeschützte Architektenvilla in absoluter Toplage in Berlin-Grunewald
Historische Villa DE  Charlottenburg-Wilmersdorf, Grunewald
Renovierungsbedürftiges Schloss im Taubertal
Schloss DE  Baden-Württemberg
Denkmalvilla mit drei Wohneinheiten in Wermelskirchen
Historische Villa DE  42929 Wermelskirchen, Nordrhein-Westfalen
Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!
  • REALPORTICO Newsletter
    Der REALPORTICO Newsletter
    Ausgewählte Liegenschaften, Portal-Updates und redaktionelle Beiträge